Auge in Auge – meine Begegnungen mit Walen und Delfinen

Schon immer haben mich das Meer sowie Wale und Delfine fasziniert. Beinahe magisch werde ich noch heute von dem unbekannten Blau angezogen. Da mir bewusst ist, dass es vielen anderen da draussen genauso geht, möchte ich hier von meinen Erlebnissen mit den wundervollsten Meerestieren berichten.

 

Dreikäsehoch-Eve trifft auf Baby-Delfin Angel

Meine erste Begegnung mit einem Meeressäugetier hatte ich im Conny-Land, welches in der Schweiz liegt. Ich war ein frecher Dreikäsehoch und mit meinem «Götti» (Pate) dort. Es gab unglaublich viel zu entdecken. Ein Seelöwe hatte mich auf die Wange geküsst, die Rutschen waren gigantisch und die sprechenden Papageie zum todlachen. Nachdem die Delfin-Show zu Ende war, teilten die Trainer mit, dass alle Kinder bei der Winterhalle warten sollen; einige dürften dann zu den Tieren rein. Das Drama um die begehrte «Extrawurst» kannst du dir sicher problemlos vorstellen. Tja, Klein-Eve hat da aber nicht mitgespielt. Heimlich schmiedete ich einen Plan, während meine gleichaltrigen Genossen an der Hallentür um Einlass bettelten.

Als alle Kinder mit ihren genervten Müttern endlich fort waren, klopfte ich bei der Hallentüre an. Der Trainer trat etwas verwundert hinaus und ich machte ihm mit meinem schönsten Hundeblick klar, wie sehr ich das Meer und die Delfine liebte. Der arme Kerl wurde sofort weich (den Blick habe ich zum Glück heute noch drauf) und hat mich daraufhin mithineingenommen. Ich weiss noch ganz genau, wie ich mich an den Beckenrand setzen durfte und wie er mit einer einfachen Handbewegung im Wasser zwei Delfine gerufen hat. Es war ein Muttertier, deren Namen ich leider nicht mehr weiss, mit ihrem Baby Angel. An diesem Tag habe ich zum ersten Mal einen Delfin gestreichelt. Die Haut fühlte sich angenehm an und Baby-Angel hat sogar ihren Kopf seitlich geneigt, damit ich nicht aufhörte, sie zu streicheln – ein unvergesslicher Moment.

 

Schwimmen mit Delfinen in Kuba

Eine weitere, sehr prägende Begegnung mit Delfinen erlebte ich in Kuba. Dieses Mal fuhren wir mit einem privaten Boot zu einem «Becken» mitten im Meer. Kaum war ich im geliebten Nass, kamen auch schon die Tiere angeschwommen.

Diesen wundervollen Wesen so nah zu sein, war ein unglaubliches Erlebnis. Sie gaben mir Küsschen, spritzten mich nass und trugen mich mit rasender Geschwindigkeit durchs Wasser. Ich weiss noch, dass ich die Tiere sogar umarmen durfte. Bis jetzt konnte ich diese Erfahrung leider nicht wiederholen. Allerdings habe ich mir fest in den Kopf gesetzt, eines Tages im offenen Meer mit diesen Herzenstieren zu schwimmen.

 

 

 

Die etwas anderen Delfine

Ein weiteres Erlebnis hatte ich im Duisburger Zoo, wo ich zum ersten Mal einen Süsswasserdelfin sah. Ich weiss noch, dass ich unzählige Fotos von den beinahe rosafarbenen Tieren geknipst habe. Ausserdem konnte ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich diese speziellen Wesen nun abschreckend oder toll finden sollte. Auch heute bin ich mir darüber noch nicht ganz im Klaren…

 

Überteuerte Delfin-Attraktion in Frankreich

Meine letzte Begegnung mit Delfinen war vor einem halben Jahr im Marineland in Antibes – Frankreich. Mein Freund hatte noch nie eines dieser Wesen in natura gesehen. Aus diesem Grund buchte ich kurzfristig zwei Tickets für die Attraktion «Begegnung mit Delfinen». Wir mussten uns diese lustigen Latzhosen mit integrierten Gummistiefeln anziehen und durften anschliessend ins Wasser zu den bereits wartenden Delfinen. Wir standen dort, während uns etwas über die Tiere erzählt wurde (natürlich en fraçais) und durften sie anschliessend mit kleinen Fischen füttern. Natürlich durften wir die Delfine auch streicheln. Zum Schluss gab es die klassischen Andenke-Fotos. Für meinen Freund war es ein einmaliges Erlebnis. Auch mir hat die Begegnung gefallen, jedoch war es nicht mit den Erlebnissen in Kuba zu vergleichen und ziemlich überteuert (über 100 € für zwei Personen).

 

Meine emotionale Begegnung mit Orcas

Mein Lieblingstier ist, seit ich denken kann, der Orca (Schwertwal). Zu meinem 21. Geburtstag (also letztes Jahr) erfüllte ich mir den Lebenswunsch, diese anmutigen Tiere in echt zu sehen. Leider war meine erste Begegnung mit ihnen nicht in ihrem freien Lebensraum, sondern im Marineland in Antibes –Frankreich (wo ich auch meine letzte Begegnung mit den Delfinen hatte). An diese Momente werde ich mich wohl mein ganzes Leben lang erinnern:

Ich lief Hand in Hand mit meinem Freund zu den Becken der Orcas. Als wir die Plattform erreichten, sah ich sofort die schwarzweissen Meereswesen. Mein Herz begann zu rasen und – ohne dass ich es wollte – liefen mir die Tränen über die Wangen. Zum einen war ich vom Anblick der eher kleinen Becken und der gigantischen Tiere überwältigt, zum anderen berührten mich diese wunderschönen Wesen tief in meinem Herzen. Wer schon einmal einen Delfin oder sogar Wal gesehen hat, weiss, von welchem Gefühl ich spreche. Für alle anderen: das Gefühl ist unbeschreiblich, als wäre man verliebt, nur viel intensiver. Meines Erachtens kann man dieses Gefühl auch mit Geborgenheit vergleichen. Mir wurde beispielsweise ganz warm ums Herz.

 

Kaffeekränzchen mit Baby-Orca Moana

Wir schauten uns das Training der Tiere und später auch die eindrückliche Show an. Leider konnten wir nicht den ganzen Tag diesen faszinierenden Wesen zuschauen. Nachdem wir uns den gesamten Park angeschaut hatten, gingen wir jedoch nochmals zu ihnen ans Becken. Für jene, die das Marineland nicht kennen: bei den Orcas kann man, dank einer Art Steg, praktisch

unmittelbar am Beckenrand stehen. Als ich dort stand, kam plötzlich der Baby-Orca Moana vorbei geschwommen. Zuerst beachtete sie mich nicht, dann wendete sie jedoch und kam wieder auf mich zu.

Sie streckte ihren bezaubernden Kopf aus dem Wasser und begann in den höchsten Tönen zu pfeifen. Wieder war ich den Tränen nahe und begann automatisch mit ihr zu sprechen.

 

Ganz ehrlich: ich weiss nicht, was in mich gefahren war, aber ca. 20 Minuten lang schien es, als würden wir uns unterhalten. Moana blieb die ganze Zeit dort, schaute mir direkt in die Seele und gab dabei die schönsten Töne von sich. Du kannst dir sicher denken, dass ich am liebsten zu ihr ins Wasser gesprungen wäre. Natürlich ging das aber nicht. Ich konnte sie ja nicht einmal berühren. Trotzdem war dieser Augenblick einfach magisch.

 

Kurzes Statement

Mir ist bewusst, dass besonders Meerestiere nicht eingesperrt gehören. Ich möchte auch nicht behaupten, dass es richtig ist, solche Sea Worlds/Marinelands zu unterstützen. Trotzdem habe ich – dank diesen «Zoos» – viele unvergessliche Momente erlebt.

 

 

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Ich bin Flying Eve und die Co-Autorin von Felix. Mein Spezialgebiet umfasst alles zum Thema Reisen. Wenn ich nicht gerade am Texten oder unterwegs bin, mache ich Sport (Kampfkunst, Reiten, Fitness). Meine grössten Schwächen sind ausserdem Bandmerch, Kaffee von Starbucks, Musik bzw. Konzerte, Schuhe, Autos und Games.

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