Die gefährliche Seite von Kuba

Im Sommer 2011 war ich für zwei Wochen auf dieser wunderschönen Insel, oder genauer gesagt: in Varadero. Doch nicht nur das Tauchen im glasklaren Meer, sondern auch die Macht eines Hurricanes, durfte ich auf Kuba erleben. Wie das Ganze für mich war und was ich sonst noch erlebte, möchte ich dir in diesem Beitrag erzählen.

 

 

Hallo Bermuda-Dreieck

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie die Stimme des Piloten plötzlich durch die Lautsprecher ertönte. Wir waren auf dem Hinflug und ich hatte die Nase voll, ständig nur Meer zu sehen, wenn ich aus dem Fenster blickte. Der Pilot machte uns also darauf aufmerksam, dass man nun einen Blick auf das berüchtigte Bermuda-Dreieck erhaschen könne. Natürlich drückten sofort alle Passagiere ihre Nasen am Fenster platt – so auch ich. Mein Herz schlug ein bisschen schneller, da man ja die berühmten Theorien und Geschichten über das Teufelsdreieck kennt. Tja, wenn du jetzt eine gruselige Geschichte von Piraten, Monstern oder gar Aliens erwartest, muss ich dich leider enttäuschen: da war nichts. Oder zumindest nichts ausser noch mehr Meer. Aber hey, immerhin kann ich nun damit prahlen, das Bermuda-Dreieck gesehen zu haben.

 

 

 

Quer siehst du mehr

Kurz vor der Landung ertönte erneut die mittlerweile bekannte Stimme des Piloten. Er informierte uns darüber, dass die Landung etwas holprig werden könnte. Natürlich betonte er auch, dass wir keinen Grund zur Panik hätten. Trotzdem ging mein Herzschlag erneut schneller. Während ich den Sicherheitsgurt umlegte, machte ich mich auf das Schlimmste gefasst. Da wir bereits einige Turbulenzen hinter uns hatten, war ich mir trotzdem ziemlich sicher, auch das noch zu überleben. Die Landung war dann tatsächlich ein ziemlich spezielles Erlebnis. Die Landebahn war mit Sand bedeckt und daher ziemlich rutschig. Als das Flugzeug sachte aufsetzte, geriet daher das gesamte Flugobjekt ins Rutschen. Glaub mir, dieses Gefühl ist ziemlich speziell. Du bist heil am Boden und trotzdem in Gefahr, solange das Flugzeug nicht stillsteht. Schlussendlich kam aber alles gut, zumindest dachte ich das damals.

 

 

Rutschbahn oder Treppe?

Nachdem wir endlich angekommen waren, sprangen sofort alle auf, um die ersten bei der Treppe zu sein. Tja, blöd, dass die Kubaner zuerst eine Treppe organisieren mussten. Während der Wartezeit von ca. 30 Minuten machten wir darüber Witze, dass wir vermutlich mit der Notfallrutsche über den Flügel zu Boden gelangen mussten. Leider war dies nicht der Fall, da die Kubaner doch noch eine Treppe fanden.

 

 

Plantsch, Plantsch…Outsch?

Bevor ich nach Kuba reiste, schaute ich mir unzählige Bilder im Internet an. Als ich dann endlich selbst auf dieser wundervollen Insel war, stellte ich voller Begeisterung fest, dass das Meer tatsächlich glasklar und türkisfarben war. Der Sand war fast weiss, die Wassertemperatur wie in einer gigantischen Badewanne, die Palmen riesig – einfach perfekt. Natürlich ging ich mehrmals auch Tauchen bzw. Schnorcheln. Somit kam dann auch die Enttäuschung: die Riffe waren braun und nicht farbenfroh, wie man es sich vorstellt. Klar, die Fische waren bunt und wunderschön, trotzdem hatte ich mir das Ganze anders ausgemalt. Allerdings haben wir, dank des klaren Wassers, des Öfteren auch Seeigel gesehen. Man musste wirklich ziemlich aufpassen, da diese fiesen Dinger echt leicht zu übersehen waren – besonders beim herumalbern und –plantschen. Passiert ist aber zum Glück niemandem etwas.

 

 

Viel Wirbel

Dass ich eine Schwäche für Autos habe, ist kein Geheimnis. In Kuba steht an jeder Ecke ein Oldtimer. Selbstverständlich wollte ich mit solch einem Gefährt umhergefahren werden. Spontan riefen wir ein Oldtimer-Taxi, dass uns von Varadero nach Havanna (uhh na na) bringen sollte. Der Fahrer war ca. 70 Jahre alt und das Wetter wurde zunehmend schlechter. Wir waren schon einige Zeit unterwegs, als es heftig zu stürmen begann. Die Frontscheibe beschlug sich, woraufhin der Fahrer mit einem Taschentuch die Scheibe reinigte. Dazu musste er sich stark nach vorne und somit über das Lenkrad beugen. Der dichte Strassenverkehr sowie starke Regen schienen ihn allerdings nicht zu interessieren. Meine gute Laune war definitiv verschwunden. Ich weiss noch, wie ich angsterfüllt die Palmen am Strand, welche heftig im Wind hin und her wehten, beobachtete. In diesem Moment schlug ein grosser Blitz direkt in den Sand ein. Es gab einen lauten Knall und ich hatte den Schreckensmoment meines Lebens. Ja, ich habe nicht nur panische Angst vor Fröschen, sondern auch vor Gewitter. Glücklicherweise dauerte der Sturm nicht allzu lange. Der Hurricane zog rasch weiter und hatte Kuba nur knapp gestreift. Seit diesem Erlebnis weiss ich die Sicherheit und Ausstattung der modernen Autos viel mehr zu schätzen. Und meine Angst vor Gewittern wurde ein ganz kleines bisschen gedämmt – so schlimme Stürme gibt es in der Schweiz zum Glück nicht.

 

 

Todesbisse

Wer vor hat, Urlaub auf Kuba zu machen, sollte etwas unbedingt zu Hause lassen: Mückenspray! Meine Reisebegleiter hatten sich am ersten Abend vor dem Schlafengehen von Kopf bis Fuss mit diesem «Wundermittel» bespritzt. Aus irgendeinem Grund hatte ich dies jedoch vergessen, was ich am nächsten Morgen jedoch keinesfalls bereute. Meine Begleiter waren nämlich am ganzen Körper mit grossen, stark juckenden Mückenstichen übersäht, während ich mit knapp 10 Stück davongekommen bin. Du kannst dir sicher denken, wie sehr diese Bisse gejuckt haben.

 

Wie du siehst, ist Kuba nicht nur eine Trauminsel, wo man sorgenlos die freien Tage verbringen kann. Trotzdem ist mir dieser wunderschöne Flecken Erde in kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Bestimmt wird dies nicht meine letzte Reise dorthin gewesen sein.

 

 

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Ich bin Flying Eve und die Co-Autorin von Felix. Mein Spezialgebiet umfasst alles zum Thema Reisen. Wenn ich nicht gerade am Texten oder unterwegs bin, mache ich Sport (Kampfkunst, Reiten, Fitness). Meine grössten Schwächen sind ausserdem Bandmerch, Kaffee von Starbucks, Musik bzw. Konzerte, Schuhe, Autos und Games.

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