Produkt-fotografie

Mit Makroringen fotografieren – Tipps und Tricks

Mit Makroringen zu fotografieren ist nicht unbedingt einfach. Was es zu beachten gibt und was euch das fotografieren einfacher macht, erfahrt ihr hier.

 

Stabilität

Stabilität ist bei der Makrofotografie sehr wichtig. Gerade wenn ihr nicht besonders viel Licht zur Verfügung habt. Am besten habt ihr also immer ein Stativ dabei, um eure Kamera ruhig zu halten. Da ihr aber oft auch nah an den Boden müsst, nutze ich gerne ein Kissenstativ. Das ist ein einfaches Kissen, das mit getrockneten Bohnen gefüllt ist. Dadurch ist die Kamera stabil und lässt sich auch leicht hin und her bewegen, was beim Fokussieren sehr hilfreich sein kann. Mein Kissen habe ich mir selbst genäht, dass ist ganz einfach zu machen und kann auch ohne Nähmaschine genäht werden.

In meinem Gastartikel bei christinakey.com findet ihr eine Anleitung zu einem solchen Bohnensack-Stativ. Hier der Link

 

Licht

ISO 200 | f/5,6 | 1/800 sek.

Das Licht ist, wie in anderen Bereichen auch, eines der wichtigsten Aspekte in der Makrofotografie. Bei genügend Licht ist es auch möglich Makros aus der Hand zu fotografieren. Ihr könnt die Belichtungszeit also so anpassen, dass eure Aufnahmen nicht verwackeln. Gerade bei aktiven Insekten wie z.B. den Bienen braucht ihr gutes Licht und eine schnelle Belichtungszeit. Bevor ihr also an bewegte Objekte heran geht, probiert erst einmal mit unbeweglichen Objekten. So könnt ihr dann auch besser die Lichtverhältnisse und die dafür passenden Einstellungen abschätzen. Welche ihr da genau nehmen solltet, kann ich euch nicht sagen, da es immer wieder variiert. Trotzdem schreibe ich hier unter die Bilder einmal die verschiedenen Einstellung, die ich dabei eingestellt hatte.

Wie bei anderen Bildern auch, gilt jedoch, dass die direkte Sonne oft zu stark ist. Dadurch entstehen euch harte Schatten, die sich auf den Bildern nicht gut machen. Im Sommer ist es also oft besser in den Schatten zu gehen. Wer auf Insekten suche ist, wird dort auch meist eher fündig als in der prallen Sonne. Es gibt auch viele Blitze oder Dauerlichter für die Makrofotografie, doch darüber kann ich euch selbst noch nichts berichten. Bei Makroringen ist es auch durchaus von Vorteil, wenn diese Kontakte haben und die Informationen der Kamera ans Objektiv leiten. Ansonsten könnt ihr z.B. die Blende nicht mehr einstellen.

Wenn dir die Begriffe ISO, Belichtungszeit und Blende gar nichts sagen, findest du hier ältere Berichte von mir in diesen ich dir die Begriffe erkläre:

Den ISO-Wert verstehen

Die Blende verstehen

Die Belichtungszeit verstehen

 

Fokus

f/7,1 | ISO 200 | 1/250 sek.

Je mehr Makroringe zwischen der Kamera und dem Objektiv sind, desto schwieriger wird es Automatisch zu fokussieren. Auch hier ist es ratsam, wenn ihr erst einmal nur unbewegliche Dinge fotografiert. So könnt ihr ein sicheres Gefühl für den Fokus bekommen. Persönlich fokussiere ich nur in dem ich mich mit der Kamera hin und her bewege. Dafür ist wie gesagt das Stativ-Kissen sehr hilfreich. Bei den Bienenbildern musste ich sehr viel Geduld haben und schnell sein um überhaupt Bilder zu bekommen. Die Belichtungszeit hatte ich dabei immer sehr hoch, da die Bienen ja auch noch flott unterwegs sind. Erinnert ein wenig an Sportfotografie nur in klein. Für den Fokus ist es auch von Vorteil, wenn ihr eine möglichst große Blendenzahl nutzt. Bei einer Blende von f/1,8 habt ihr zwar viel Licht das auf den Sensor fällt, aber auch einen kleinen Schärfebereich. Mit einer Blende von f/5 oder mehr, habt ihr da schon mehr Schärfe im Bild. Noch schärfer könnt ihr die Bilder durch Fotostacking bekommen. Dafür braucht ihr jedoch auf jeden Fall ein Stativ und unbewegliche Objekte oder eine sehr schnelle Kamera. Beim Fotostacking werden nämlich viele Bilder mit unterschiedlichem Schärfebereich zu einem Bild zusammengefügt. Bisher habe ich jedoch selbst noch keine solcher Bilder angefertigt.

 

Die Tipps noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Gutes Licht oder gute Stabilität
  • Schnelle Belichtungszeiten für Insekten und co.
  • Kein direktes Licht (harte Schatten)
  • Manuell fokussieren
  • Makroringe mit Kontakten nutzen
  • Hohe Blendenzahl (kleine Blende) nutzen

Habt ihr noch hilfreiche Tipps und Tricks für die Makrofotografie? Dann immer her damit und hinterlasst einen Kommentar! 😉

 

 

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